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„In Stamsried hat es seit acht Wochen kaum nennenswert und seit 21 Tagen überhaupt nicht mehr geregnet. Trotzdem fließt die Quelle von kräftiger Natur. Es ist also, wie auch schon aus ihrer Reinheit hervorgeht, irgendeine von den umliegenden höheren Bergen kommende, sich hier unter dem Schloss plötzlich Bahn gebrochen habende kräftige Quelle. Man wird also von dem Gedanken die Quelle abzufangen oder ihr einen anderen Ausmündungspunkt zu geben, absehen müssen“. Aber „Wo“ war sie geblieben und „Warum“ ging sie eigentlich verloren, diese alte Quelle? Wurde sie im Laufe der geschichtsträchtigen Zeit verschüttet oder ist sie aus unbekannten Gründen von Menschenhand wieder verschlossen worden? Vielleicht aber, hat sie sich auch nur für eine Weile zurückgezogen, um sich auszuruhen und um neue Kräfte zu sammeln. Viele Fragen und Mutmaßungen, worauf die archivierten Aufzeichnungen und Planskizzen keine Antwort ergaben. Im Herbst 1993 haben sich vier Männer aus verschiedenen Kulturen zusammengetan und
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aufgemacht, um die „verloren gegangene“ Quelle unter dem eintausend Jahre alten Fundament des Stamsrieder Schlosses zu suchen. Was erst wie ein Abenteuer begann, entwickelte sich schnell zu einer großen Herausforderung. Stein um Stein haben sie freigelegt und umgesetzt. Lange, mannshohe Gänge haben sie gegraben. Viele Tonnen Erde wurden durch ihre Hände bewegt. Dabei sind sie in vergangene Epochen und in andere Welten eingetaucht. Ein jeder der Männer hat seine Lebenserfahrung, die eigene Religion sowie eine unglaubliche körperliche und mentale Anstrengung in das Vorhaben mit eingebracht. Gegenseitiges Vertrauen war in den oft dagewesenen, nicht einschätzbaren Momenten während der Grabungsarbeiten, unabdingbar. Zudem standen Euphorie und Enttäuschung während der ganzen Zeit in einem ständigen Wechsel. Die hochgradige Erschöpfung der Männer kann an dieser Stelle nur schwer beschrieben werden. Frauen waren es, die sie immer wieder neu dazu ermunterten und
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weiter zur Arbeit anhielten. Während einer dreiwöchigen Rast, nach drei Jahren des ununterbrochenen Grabens und Suchens wurde der Entschluss zum Aufgeben des Vorhabens gefasst. Wehmut überkam alle Beteiligten. Es war kein Gefühl des Scheiterns, sondern Traurigkeit darüber, etwas zurück lassen zu müssen, wofür es an der Zeit war. RUHE war eingekehrt.
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Ein Ordensmann und Prediger. * um 1195 in Lissabon. + 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua. Er gilt als einer der beliebtesten Volksheiligen. Antonius schützt die Menschen und Tiere vor Krankheiten und wird in vielen Nöten angerufen. Am Bekanntesten ist sein Patronat für die Hilfsbedürftigen und er hilft, „Verlorenes“ wiederzufinden. Sein Tag ist am 13. Juni.
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Die Holzstatue über dem Eingangsportal des Stamsrieder Schlosses zeigt ihn mit dem Jesuskind. Das Alter der Statue wird auf über 400 Jahre geschätzt.
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Antoniuswasser, das besondere Quellwasser aus der Tiefe der Erde kommend. Im Frühjahr 1997 haben wir uns vorgenommen, vor dem Schloss eine Tiefenbohrung zu setzen, weil der Quellsprung unter dem Schloss aus bautechnischen Gründen nicht erweitert werden konnte. Ein bekannter Geologe aus Landshut hatte ein Wasservorkommen an der von uns vorgegebenen Stelle von vornherein ausgeschlossen. „Wenn ihr da auch nur eine Tasse Wasser rauszieht, dann lass ich mir meinen Bart abschneiden“, war seine abschließende Meinung dazu. Dann setzte er sich in sein Auto und fuhr davon. Ein erfahrener Rutengänger aus der nördlichen Oberpfalz wurde herbei geholt. Dieser mutete ein starkes Quellwasservorkommen im Schlosshof und dennoch war für ihn die punktgenaue Festlegung der Bohrstelle eine diffizile Angelegenheit. Daraufhin folgten für uns Wochen der Unentschlossenheit. Während dieser Zeit haben wir uns immer an die dreijährige, sehr schwierige Grabungsarbeit unter dem Schloss und deren guten Ausgang erinnert. Und dann haben wir sie gewagt, die Tiefenbohrung im Schlosshof. Vierzehn Tage lang sahen wir nichts außer Rauch und Staub durch die Schlagbohrung im harten Granitgestein. Wieder wurden diese Tage des Wartens für uns zu einer lern- und lehrreichen Zeit.
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Zu unserer großen Freude hat sie sich geöffnet, die Antoniusquelle im Schlosshof. KRAFTvoll, rein und EISENhaltig drückt das Quellwasser eigenständig aus 87,5 m Tiefe bis auf 3 m unter die Erdoberfläche. Schulmedizinische Untersuchungen zeigen, dass das Antoniuswasser bei trinkkurähnlicher Anwendung signifikant positiv auf das blutbildende System des Menschen wirkt. Eisenmangelzustände wie Müdigkeit und Erschöpfung werden gelindert. Das Wohlbefinden und die Lebensqualität dadurch deutlich gesteigert. Ein ausgeglichener Bluteisenspiegel stärkt das Herz und die allgemeine Immunabwehr wird heraufgesetzt. Das sind gute Gründe, um auf natürliche Art den Eisenspeicher auszugleichen. Wasser hat ein Gedächtnis. Es ist Stoff in Form von Molekülen und Energie in Form von Kristallen in einem. Das Außergewöhnliche am Antoniuswasser ist seine hohe Leitfähigkeit für Schwingungen. Sehr gerne wird es deshalb auch als verlässlicher “Energie- und Informationsträger” begleitend innerhalb von alternativen Therapieformen angewandt. Für den sog. “Rockwater-Typus” ist es der ideale Gefährte, um auf sanfte Weise zu einem inneren Gleichgewicht zu finden. Das Antoniuswasser wird als “wohlschmeckend” empfunden und als “stärkend” für Körper und Geist erfahren. Überhaupt treffen hier an Ort und
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Stelle Komponenten, die die Wertigkeit dieses besonderen Wassers ausmachen, zusammen. Durch einen schonenden Umgang wird sein ursprünglicher Charakter vollends erhalten. Immer mehr Menschen kommen aus den unterschiedlichsten Beweggründen hierher zu der guten Quelle, um Wasser zu trinken. Letztendlich war es also richtig, dass wir unserer eigenen Intuition gefolgt sind. Wir haben an den heiligen Antonius geglaubt und er hat uns geholfen. Den vielen unbenannten Helfern und Helferinnen sagen wir an dieser Stelle für ihre uneigennützige Mitarbeit an den Quellen ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
Stamsried im Juli 2009
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*Das Quellwasser wird regelmäßig labortechnisch kontrolliert. Bitte nur sorgfältig vorgereinigte (Glas-)behältnisse verwenden. Die Antoniusquelle ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet.
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